Linienlaser

 

Bei der Wahl eines passenden Linienlaser gilt es mehrere Eigenschaften zu vergleichen. Eine sehr wichtige Wahl ist welche Laserfarbe der Kreuzlinienlaser ausstrahlt. Hier ein Überblick über die wichtigsten Informationen.

Welche technischen Unterschiede gibt es?

Alle Laser und damit auch Baulaser senden eine unterschiedliche Wellenlänge aus. Diese Wellenlänge bestimmt auch die Farbe, in welcher das menschliche Auge die Laser wahrnimmt.

Grüne Laser sind bei weitem besser sichtbar als rote Laser. Hierfür gilt es allerdings die Umstände, unter welchen der Laser eingesetzt wird, zu beachten. Die meisten Hersteller werben daher mit einer vierfach besseren Sichtbarkeit.

Diese bessere Sichtbarkeit ist nicht notwendig, wenn man mit einem Empfänger arbeitet. Empfänger als Zubehör erleichtern hierbei die Wahl. Es ist aber Vorsicht geboten bei einfacheren Hilfsmitteln wie farbigem Papier.

Für präzises Arbeiten ist dies nicht notwendigerweise geeignet. Hier ist eine Zieltafel beispielsweise besser geeignet. Eine Lasersichtbrille für grüne Laser wird ebenso von den meisten Herstellern angeboten.

Zusätzlich kann man für bessere Sichtbarkeit darauf bestehen, dass der Kreuzlinienlaser über einen „Pulse-Modus“ verfügt. Durch die pulsierende Ausgabe ist der Punkt besser zu erkennen.

Rote Laser sind häufig nicht nur ausreichend, sondern können im Innenbereich vorteilhaft, wenn die Umgebung sehr hell und farbenfroh gestaltet ist.

In welchen Bereichen ist welcher Laser vorteilhaft?

 

In Außenbereichen zum Beispiel im Garten ist ein grüner Laser häufig empfohlen, da er besser zu sehen ist. Allerdings gibt es Einschränkungen. Für grüne oder grünliche Flächen ist ein grüner Laser ebenso wenig geeignet wie für den Einsatz in der prallen Sonne. Helle Flächen, die von der Sonne beschienen werden können ebenfalls eine Komplikation für grüne Laser darstellen.

Da eine stark scheinende Sonne den Einsatz eines Baulasers in jedem Fall einschränkt kann es sich hier lohnen in den Abendstunden zu arbeiten.

Klassische Anwendungsgebiete sind Fenster einbauen oder Decken abhängen.

Welche zusätzlichen Bedingungen gilt es zu beachten?

Da Kreuzlinienlaser im Außenbereich anderen Umständen ausgesetzt sind als im Innenbereich muss man außerdem auf andere Bedingungen achten.

Essentiell ist eine größere Reichweite, da 15m-25m etwas zu knapp sein können. Empfohlen sind hierbei eher 40m-50m. Grüne Kreuzlinienlaser bieten im Regelfall bei einem ansonsten baugleichen Laser eine entsprechend höhere Reichweite.

Außerdem ist ein Schutz gegen Baustaub, Regen, Erde oder andere Witterungsbedingungen angeraten.

Auch ein Schutz gegen Stürze oder eine Toleranz gegen Erschütterung kann sehr hilfreich sein.

Was ist beim Kauf zu beachten?

Frühere Modelle von Kreuzlinienlasern, die fähig sind grüne Laser auszusenden hatten einige zusätzliche Herausforderungen.

Moderne Linienlaser haben die Laserklasse 2 und nicht mehr die Laserklasse 3R.

Die Laserklassen sind nach der europäischen Norm 60825-1 eingeteilt. So sind Laser der Laserklasse 3R für das Auge gefährlich und benötigen zusätzliche Schutzmaßnahmen während Laser der Laserklasse 2 bei kurzzeitiger Bestrahlungsdauer von bis zu 0,25 Sekunden für das Auge ungefährlich sind.

Gerade für das Arbeiten im Außenbereich ist der nutzbare Temperaturbereich sehr wichtig. Aktuelle Kreuzlinienlaser für grüne als auch rote Laserstrahlen sollten hierbei zwischen -20 und +50 Grad Celsius liegen.

Die älteren Versionen von klassischen Baulasern mit grünem Laser sind durch die höhere Laserklasse auch teurer und haben eine geringere Akkulaufzeit.

Der Grund hierfür ist, dass früher rote Laserdioden durch zusätzliche Komponenten umgewandelt worden sind. Moderne Linienlaser haben eine eigene grüne Laserdiode.

 

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